Aus: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Ausgabe Nr. 56

R.O. WIEN, 6. März. Die „besten Destillate der Welt“ sind auf der am Sonntag in der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt zu Ende gegangenen Fachmesse für Gastronomie und Tourismus (Gast 2006) prämiert worden.

An dem von dem früheren Skirennläufer Wolfram Ortner ins Leben gerufenen "World-Spirits Award 2006" beteiligten sich 45 Brenner aus 16 Staaten, ihre Erzeugnisse reichten von Cognac und Tequila über Gin und Rum bis zu Obstspirituosen sowie 100-Prozent-Destillaten. Am Sonntag abend stand der Tiroler Meisterbrenner Christoph Kössler als Gewinner fest. Mit seinem "Gerstenbrand im Eichenfass" erzielte er den Preis "Spirit of the Year", und mit dem "World-Spirits Award" für die "Distillery of the Year" in Gold wurde er in der Kategorie Obstbrand ausgezeichnet. Die Plätze zwei und drei nahmen der Vorarlberger Subirer-Spezialist Albert Büchele und der oberösterreichische Garagenbrenner Manfred Wöhrer ein. Weitere "Spirits of the Year" gingen an den Salzburger Dietmar Fadinger für den besten Likör sowie an Wöhrer für seinen Traubenbrand. Der Italiener Vittorio Capovilla erhielt für seine Grappas je einmal die Auszeichnung "World-Class" und für seine Obstbrände die "Master-Class". Die "Neuentdeckung des Jahres" unter den Schnapsbrennern ist indes der Südtiroler Rudolf Garnter. Helmut Wilderer aus Südafrika wurde abermals die Auszeichnung "First-Class Distillery" zuerkannt, die Firma Okanagan Spirits von Frank Deiter aus Kanada erzeugt den weltbesten Zwetschgenschnaps. Die Klassifizierung "World-Class Distillery" wurde Hubertus Vallendar aus Deutschland zuerkannt, der beste Cognac kommt von "Camus", der "mit Gold" prämierte Gin vom Weltkonzern Diageo.