Aus: Rhein-Zeitung Cochem Zell, Ausgabe Nr. 240

Besucher begeistert vom Tag der offenen Tür in Kailer Brennerei – Verarbeitung von Bananen in Ruanda kann bald starten.

Die Mosel-Eifel-Region hat mehr zu bieten als schöne Landschaften. Beim Tag der offenen Tür in der Brennerei Hubertus Vallendar in Kail präsentierten mittelständische Partner kulinarische Hochgenüsse der Region. Auch die Menschen in Ruanda profitieren vom Unternehmergeist des Kailer Edelbrenners.

Die rheinland-pfälzische Partnerschaft mit Ruanda und das besondere Engagement der Verbandsgemeinde Treis-Karden bei diesem Projekt haben den Kailer Schnapsbrenner seinerseits beflügelt, als Unternehmer den wirtschaftlichen Aufbau des afrikanischen Landes zu unterstützen. Erfolgreich verarbeitet er die gelben Früchte aus Ruanda nicht nur in der Eifel, sondern hat bereits alles in die Wege geleitet, um einen Betrieb in Afrika aufzubauen. Dort sollen Arbeitsplätze für die heimische Bevölkerung entstehen, die aus dem Naturprodukt Banane Schnaps, Saft oder Essig herstellen (die RZ berichtete).

"Das Unternehmen kann bald öffnen, die Vorbereitungen sind auf einem guten Weg", kündigt der ruandische Boschafter Eugène-Richard Gasana an. Er berichtet, dass die Regierung rund 20 Hektar für die Produktionsstätte in der Ostprovinz Ruandas zur Verfügung stellen wird. Gasana würdigt das Engagement der Verbandsgemeinde Treis-Karden und des Unternehmers aus Kail: "Diese Partnerschaft lebt nicht von leeren Worten, sondern vom Geben und Nehmen." Der Botschafter bestätigt, dass die Projekte aus Treis-Karden die Lebensperspektiven seiner Landsleute ganz konkret verbessern.

Als weiteren Ehrengast begrüßt Vallendar MdL Dr. Michael Fuchs (CDU). Der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand zeigt sich begeistert: "Das sind alles mittelständische Unternehmen, die es schaffen, als Partner diese wunderbaren Produkte der Region zu präsentieren." Fuchs erinnert daran, dass Vallendar vor zehn Jahren mit der Verarbeitung des "Roten Weinbergpfirsich" eine Initialzündung zur Vermarktung regionaler Produkte gegeben hat: "Mittelständler machen eben nach."

Es ist einfach, die Begeisterung des Politikers beim Rundgang über den "Markt der Genüsse" zu teilen: Verzückte Mienen beim Verkosten der Vallendar-Produkte, die sowohl klassische Brände aus Äpfeln, Birnen oder Mirabellen, als auch Raritäten und Exoten wie Tresterbrand vom Riesling, Waldhonigbrand oder Spargelgeist bieten. Hochwertige Weine aus Südfrankreich, eigenwillige scharf-süße Kombinationen wie die Senfpraline, neue Essig-, Öl- Kräuterkreationen, landwirtschaftliche Bioprodukte, pikanter Ziegenkäse oder Rieslingstollen sind nur einige kulinarischen Offenbarungen, die die Gäste verkosten.

Bummel über Markt der Genüsse